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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Illustrator kann nicht auf Server speichern

Beim Speichern einer Illustrator-Datei auf einem Server kommt es bei einem Kunden zu folgender Fehlermeldung :

Die Illustration konnte nicht gesichert werden. Die Datei ist geschützt oder in Gebrauch. ID = -54





Auf dem Mac Server läuft Snow Leopard Server in der Version 10.6.3. Zugegriffen wird über das SMB-Protokoll. Auf dem Mac Client läuft Illustrator CS3 unter Leopard 10.5.8. Unter Snow Leopard 10.6.6 läßt sich mit demselben Illustrator CS3 der Fehler nicht reproduzieren.

Ein Blick auf die Zugriffsrechte auf dem Mac Server verrät keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Clients. Der einzige Unterschied scheint also zunächst die Version von Mac OS X auf dem Client zu sein. Soll der eine Mac Client, der mit Illustrator nicht direkt auf dem Server arbeiten kann, auf Snow Leopard aktualisiert werden.

Nach einiger Recherche kommt aber heraus, dass Adobe ganz allgemein davon abrät, Illustrator-Dateien direkt auf einem Server zu bearbeiten und zu speichern. Dies gilt auch für Photoshop und unabhängig davon ob CS3, CS4 oder CS5. Dateien können sogar ohne Fehlermeldung beschädigt werden. Erst beim nächsten Öffnen oder Sichern kommt es zu einer Fehlermeldung, wo es schon zu spät ist.

Anders verhält es sich nur mit inDesign. Hier wurde wegen der Einbindung in Redaktionssystemen auf die Kompatibilität mit Server-Volumen geachtet. Bei Illustrator und Photoshop wurde dagegen der Schwerpunkt auf die Geschwindigkeit gelegt, auch wenn dies auf Kosten der Kompatibilität mit Server-Umgebungen geht.

Eine Aktualisierung des Mac Clients auf Snow Leopard würde also nicht helfen. Es würde sogar zu zusätzlichen Problemen mit dem Zugriff auf SMB führen, wenn dabei eine ältere Version von Snow Leopard benutzt werden würde. CS3 braucht nämlich wenigstens Snow Leopard 10.6.3.

Will man sicher gehen, dass Illustrator-Dateien nicht beschädigt werden, gibt es also nur eine Möglichkeit :

1 - Dateien vom Server auf den Client kopieren
2 - Diese Dateien dort lokal bearbeiten und sichern
3 - Die geänderten Dateien nachträglich auf den Server zurückkopieren

Aufwändiger geht kaum. Adobe sieht aber keine Notwendigkeit, für Illustrator und Photoshop einen alternativen Arbeitsmodus anzubieten, der vergleichbar mit inDesign zwar langsamer funktionieren würde, aber dafür mit dem direkten Arbeiten auf einem Server kompatibel wäre.

Mittwoch, 28. September 2011

Photoshop CS3 Arbeitsvolume reicht nicht aus


Wer intensiv mit Photoshop unter Mac arbeitet, wird möglicherweise zu seiner Überraschung auf folgende Fehlermeldung gestossen sein:

Die Datei konnte nicht geschrieben werden. Das Arbeitsvolume reicht nicht aus.



Zu dieser Fehlermeldung kann es nämlich durchaus kommen, obwohl man beim Start des Macs noch 70 GB Festplattenplatz frei hatte. Prüft man aber nach dieser Fehlermeldung den freien Festplattenplatz, heißt es plötzlich nur noch 18 GB. Photoshop hat die fehlenden 50 GB zu Caches verarbeitet. Die 50 GB werden auch wieder freigegeben, sobald Photoshop geschlossen wird.

Wer also Photoshop nicht ständig neustarten will, tut gut 100 GB und mehr auf seiner Festplatte freizuhaben. Besonders schmerzhaft für Anwender, die wegen der Geschwindigkeit auf SSD-Festplatten gesetzt haben. Bezahlbar sind zur Zeit fast nur die Modelle mit 250 GB Speicherplatz und es fällt entsprechend schwer, soviel Speicherplatz freizulassen.

Sylvain Coiplet

Samstag, 30. Juli 2011

Freecom Mobile Drive Mg U&F im Test

Ich habe die Freecom Mobile Drive Mg U&F auf ihre Kompatibilität für den Mac getestet. Das Ergebnis: Sie gehört wohl zu den am besten durchdachten Modellen unter den aktuell verfügbaren Firewire-Festplatten für den Mac.

Kompatibilität mit Clonen und TimeMachine

Eins der Hauptvorteile von MacOS X ist die wenig bekannte Möglichkeit, den Mac auf eine externe Festplatte zu clonen. Geht die interne Festplatte zu Schaden läßt sich der Mac von dieser externen Festplatte starten und auf dem Stand der letzten Sicherung weiterarbeiten. Geht sogar der Mac verloren, läßt sich an einem anderen Mac von dieser externen Festplatte starten und so weiterarbeiten wie mit dem ursprünglichen Rechner.

Bis vor einigen Jahren konnte man sich darauf verlassen, von jeder externen Festplatte starten zu können, wenn sie nur über eine Firewire-Schnittstelle verfügte. Bei USB bestand schon immer die Gefahr, dass der Strom dazu nicht ausreicht. Firewire war dagegen verlässlich. Inzwischen haben aber Hersteller wie Western Digital Firewire-Festplatten auf den Markt gebracht, von denen man nicht mehr starten kann. Sie sind zwar wie beworben 100% TimeMachine kompatibel, aber für das Clonen nicht geeignet. Seitdem muss ich alle Firewire-Festplatte selber auf ihre Bootfähigkeit testen, bevor ich sie meinen Kunden empfehlen kann.

Das positive Ergebnis: Die Freecom Mobile Drive Mg U&F gehört zu den bootfähigen Firewire-Festplatten. Wir haben es also zu tun mit einer vollwertigen Backup-Festplatte für den Mac. Und im Unterschied zur eGo von Iomega ist sie noch dazu schon so formatiert, dass sie nicht nur mit der Backup-Lösung TimeMachine von Apple kompatibel ist, sondern auch schon für die aktuellen Intel-Macs bootfähig ist. Will man sie dagegen für die älteren und seltener werdenden PowerPC-Macs benutzen, muss man sie neu formatieren und die Partitionstabelle von GUID auf Apple umstellen.

Dünn und kühl

Obwohl recht dünn bleibt die Freecom Mobile Drive Mg U&F während des Backups angenehm kühl. Die Wärmeableitung wurde also effektiv gelöst. Der einzige Nachteil ist die maximale Kapazität, die bei 750 GB liegt. Größere Festplatten sind nämlich dicker und passten nicht zum Anspruch, mit der Freecom Mobile Drive Mg U&F die dünnste externe Festplatte für den Mac anzubieten. Auch auf eine zweite Firewire-Schnittstelle wurde verzichtet. Die beiliegenden Kabel sind gewohnt kurz, dafür aber ausreichend flexibel.

Sylvain Coiplet

Freitag, 15. Juli 2011

iPhone synchronisiert Kontakte nicht

Ein Kunde hat sich gerade ein iPhone angeschafft. Leider lassen sich die Kontakte zwischen Apples Adressbuch und iPhone über iTunes nicht korrekt synchronisieren. Es treten dabei zwei Probleme auf :

  • Die Kontakte, die von Apples Adressbuch auf das iPhone übertragen werden, entsprechen einer zwei Monate alten Version des Adressbuchs
  • Kontakte, die auf dem iPhone angelegt werden, werden nicht auf Apples Adressbuch auf dem Mac übertragen

Das zweite Problem lässt sich normalerweise leicht durch eine Anpassung der Einstellungen in iTunes beseitigen. Aber zunächst muss das erste Problem gelöst werden, das tiefer zu liegen scheint.

Da das iPhone frisch eingerichtet ist, spricht nichts dagegen, es ganz zurückzusetzen. Also nicht nur die Einstellungen, sondern auch die Daten. Auch die automatische Synchronisierung bei der Verbindung mit iTunes wird für die Zeit der Fehlersuche abgestellt, um Synchronisierungen selber manuell auslösen zu können.

Zurücksetzen des Sync-Systems

"~/Library/Application Support/SyncServices"

Auf Apples Webseite wird empfohlen, bei einem solchen Problem mit der Synchronisierung der Kontakte mit dem iPhone die Synchronisierungsinformationen zurückzusetzen. Das hatte der Kunde gerade probiert, war aber damit nicht weiter gekommen. Er hatte wie angegeben die Datei "Local" im Ordner "~/Library/Application Support/SyncServices" gelöscht und den Rechner neugestartet. Bei der nächsten Synchronisierung blieb aber das Problem bestehen.

Die Sync-Information wurden also neu angelegt, griffen aber selber auf veraltete Informationen zurück. Wo stand aber die Information über das zwei Monate alte Adressbuch?

Weiter kam ich erst, als ich nicht nur das Sync-System, sondern auch Apples Adressbuch selber zurücksetzte. Da mir dies ziemlich riskant schien, testete ich das Verfahren zunächst bei einem extra dafür angelegten Benutzer.

Zurücksetzen des Adressbuchs

"~/Library/Application Support/AddressBook"

Um das Adressbuch zurückzusetzen, werden das Adressbuch geschlossen und im Ordner "~/Library/Application Support/AddressBook" alle Dateien gelöscht außer die beiden Ordner :

"Images"
"Metadata"

Beim Neustart des Adressbuchs werden alle Kontakte, Gruppen und intelligente Gruppen neu angelegt. Andere Einstellungen wie die Sortierung oder das Exportformat gehen dagegen verloren und müssen angepasst werden. Aber vor allem werden alle Informationen über bisherige Synchronisierungen auch gelöscht, was uns weiterbringen konnte.

Dies war bei uns in der Tat die Lösung des ersten Problems. Nach dem Zurücksetzen des Adressbuchs liessen sich alle Kontakte vom Mac auf den iPhone übertragen. Auch frisch angelegte Kontakte wurden bei der nächsten Synchronisierung berücksichtigt.

Um das zweite Problem zu lösen reichte es dann, in Apples Adressbuch eine Gruppe anzulegen, den wir "iphone" nannten und diese Gruppe dann in iTunes als Gruppe für die Rückübertragung von Kontakten vom iPhone auf den Mac festzulegen.

Leider gehört dies nicht zur Standardeinstellung von iTunes und die Einstellung lässt sich offensichtlich erst nach der ersten Synchronisierung vornehmen. Davor bleibt der entsprechende Kasten angegraut und kann nicht angewählt werden.

Sylvain Coiplet

Mittwoch, 29. Juni 2011

Outlook 2011 Besprechungseinladung kann nicht gesendet werden

Viele Firmen kaufen Outlook 2011 für Mac in der Hoffnung, dass sich das Programm - im Unterschied zu Entourage 2004 und Entourage 2008 für Mac - endlich so verhalten wird wie Outlook 2010 oder wenigstens Outlook 2007 für Windows. Diese Erwartung wird aber immer wieder enttäuscht - und dies zum Teil gerade deswegen, weil sich die Programme inzwischen stark ähneln. Auf dem ersten Blick scheint alles wie bei der Windows-Version von Outlook zu laufen. Will man aber die gewohnten Funktionen verwenden, merkt man, dass die Schaltflächen zum Teil nur Attrappen sind.

So geschehen bei einem Kunden, der von einem gemeinsamen Kalender in einem öffentlichen Ordner heraus Mitarbeiter zu einem Termin einladen wollte. Die Schaltfläche ist zwar aktiv und kann betätigt werden. Dann kommt aber die schöne Fehlermeldung :

Die Besprechungseinladung kann nicht gesendet werden, weil sie sich in einem Öffentlichen Ordner befindet.
Zum Senden einer Besprechungseinladung müssen Sie das Ereignis im primären Exchange-Kalender erstellen.



Schade nur, dass dieser primäre Exchange-Kalender nur vom jeweiligen Mitarbeiter gesehen werden kann!

Ganz allgemein hat man den Eindruck, dass Outlook 2011 für Windows nur einen lesenden Zugriff auf alle gemeinsamen Ressourcen hat. Änderungen, die von Windows-Benutzer vorgenommen werden, sind für alle - auch für die Mac-Benutzer - sichtbar. Nehmen die Mac-Benutzer aber selber Änderungen vor, sind sie ausschliesslich für den jeweiligen Benutzer sichtbar. Bei der Besprechungseinladung gibt es wenigstens den Vorteil, dass es zu einer Warnung kommt. Sonst passiert dies stillschweigend und es kommt insgeheim zu einem völligen Daten-Chaos.

Sylvain Coiplet

Dienstag, 21. Juni 2011

Outlook 2011 Autoermittlungsfehler mit Exchange Server 2007

Outlook 2011 macht diese Woche plötzlich bei mehreren Firmen-Kunden Probleme.

In einem Fall funktioniert die Verbindung von Outlook 2011 zum Microsoft Exchange Server 2007 nur noch sporadisch. Wird versucht das Exchange-Konto neu anzulegen, stößt man auf Fehler, die bei der Ersteinrichtung nicht vorhanden waren :

AutoErmittlungsfehler. Versuchen Sie, die Konfiguration manuell durchzuführen.

Beim Versuch, das Konto manuell hinzufügen, wird zunächst folgende Fehlermeldung angezeigt:

Das Konto kann nicht hinzugefügt werden. Beachten Sie, dass für Outlook 2011 Exchange Server 2007 SP1 Updaterollup 4 oder höher erforderlich ist.

Beim Kunden ist der Exchange Server aber längst auf die Version SP1 Updaterollup 6 aktualisiert worden. Das Problem kann also nicht darin liegen, dass der Exchange Server veraltet ist. Der Verdacht liegt nah, dass es sich hier um eine Standardfehlermeldung handelt, die nichts über das konkrete Problem aussagt.

Nach mehreren Versuchen, gelingt es mir doch, das Exchange-Konto hinzuzufügen. Nur wird der Server für den Verzeichnissdienst nicht korrekt ermittelt und muss eigenhändig eingegeben werden.

Die Verbindungsprobleme mit dem Microsoft Exchange Server 2007 sind erst durch das Update von der Version 14.0.0 auf 14.1.0 aufgetreten. Die interne Aktualisierungsfunktion von Outlook 2011 gibt immer noch an, dass keine weiteren Updates verfügbar sind, obwohl auf der Webseite von Microsoft schon seit dem 14.06.2001 eine Aktualisierung auf Outlook 14.1.2 verfügbar ist, die gerade Verbindungsprobleme, die mit der Version 14.1.0 erst aufgetreten sind, angeblich löst.

Die Installation von Outlook 2011 Version 14.1.2 hat leider beim Kunden das Problem nur vorläufig gelöst. Am nächsten Tag traten die Verbindungsprobleme wieder auf.

Sylvain Coiplet

Dienstag, 7. Juni 2011

Time Machine fehlgeschlagen

Ein Kunde hatte seit einer Woche das Problem, dass Time Machine nicht mehr einwandfrei funktionierte.
Das Programm meldete Fehler oder brach sogar während dem Backup ab.
In der Konsole waren folgende Fehlermeldungen verzeichnet:

Jun  5 17:00:47 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Backup requested by user
Jun  5 17:00:47 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Starting standard backup
Jun  5 17:00:47 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Error -35 while resolving alias to backup target
Jun  5 17:00:52 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Backup failed with error: 19
Jun  5 17:01:28 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Backup requested by user
Jun  5 17:01:28 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Starting standard backup
Jun  5 17:01:28 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Backing up to: /Volumes/LaCie/Backups.backupdb
Jun  5 17:01:28 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Event store UUIDs don't match for volume: Macintosh HD
Jun  5 17:01:31 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Node requires deep traversal:/ reason:kFSEDBEventFlagMustScanSubDirs|kFSEDBEventFlagReasonEventDBUntrustable|
Jun  5 17:10:35 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: No pre-backup thinning needed: 5.73 GB requested (including padding), 567.08 GB available
Jun  5 17:35:38 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Error: (-36) SrcErr:YES Copying /Users/admin/Library/Thunderbird/Profiles/default/abcdxyz.slt/Mail/pop3.web.de/Inbox to (null)
Jun  5 17:35:38 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Error: (-36) SrcErr:NO Copying /Users/admin/Library/Thunderbird/Profiles/default/abcdxyz.slt/Mail/pop3.web.de/Inbox to /Volumes/LaCie/Backups.backupdb/iMac/2011-05-31-170721.inProgress/12DB75CD-7273-48F9-A53A-3B2F47FFB020/Macintosh HD/Users/admin/Library/Thunderbird/Profiles/default/abcdxyz.slt/Mail/pop3.web.de
Jun  5 17:35:38 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Stopping backup.
Jun  5 17:35:38 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Error: (-8062) SrcErr:NO Copying /Users/admin/Library/Thunderbird/Profiles/default/abcdxyz.slt/Mail/pop3.web.de/Inbox to /Volumes/LaCie/Backups.backupdb/iMac/2011-05-31-170721.inProgress/12DB75CD-7273-48F9-A53A-3B2F47FFB020/Macintosh HD/Users/admin/Library/Thunderbird/Profiles/default/abcdxyz.slt/Mail/pop3.web.de
Jun  5 17:35:39 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Copied 5511 files (1.3 GB) from volume Macintosh HD.
Jun  5 17:35:39 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Copy stage failed with error:11
Jun  5 17:35:44 /System/Library/CoreServices/backupd[535]: Backup failed with error: 11

Auf dem ersten Blick schien es so, als ob entweder die interne oder die externe Festplatte Probleme hatte und bestimmte Dateien nicht kopiert werden konnten.
Ein Wechsel der externen Festplatte brachte keine Besserung.
Ein Ausschluss dieser Dateien aus dem Backup führte nur dazu, dass die nächste Datei nicht kopiert werden konnte.
Die interne Festplatte schien aber auch in Ordnung zu sein. Sowohl das Inhaltsverzeichnis als die Zugriffszeiten waren im grünen Bereich. Da ein Wechsel zu aufwändig gewesen und es zudem völlig unsicher war, ob das Problem dadurch gelöst worden wäre, versuchte ich es lieber anders.

Von den Problemlösungen, die bei anderen Benutzern angeblich geholfen hatten, schien mir das Neuanlegen der Spotlight-Datenbank die plausibelste Lösung zu sein.

Die Fehlermeldung "Node requires deep traversal" bedeutet nämlich, dass Time Machine nicht mehr imstande ist über Spotlight herauszukriegen, welche Dateien sich seit dem letzten Backup geändert haben. Time Machine vergleicht also selber nochmal alle Dateien. Dies erkennt man daran, dass das Backup besonders lange dauert und Rechner so stark beansprucht ist, dass es kaum möglich ist, neben dem Backup noch irgendwie zu arbeiten.
Die Fehlermeldung "Even store UUIDs don't mach for volume" geht in dieselbe Richtung. Die externe Festplatte wird nicht wieder erkannt.

Ich schaltete also zunächst Time Machine aus und löschte dann die Spotlight-Datenbank, die anschliessend neu aufgebaut wurde. Ganz zuletzt schaltete ich Time Machine wieder ein.

Dies löste in der Tat das Problem. Wie die Konsole es bestätigte, liefen die nächsten Backups ohne jedwede Fehlermeldung:

Jun  7 16:16:49 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: Backup requested by user
Jun  7 16:16:49 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: Starting standard backup
Jun  7 16:16:49 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: Backing up to: /Volumes/LaCie/Backups.backupdb
Jun  7 16:17:03 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: No pre-backup thinning needed: 6.33 GB requested (including padding), 562.57 GB available
Jun  7 16:26:47 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: Copied 5156 files (5.0 GB) from volume Macintosh HD.
Jun  7 16:27:17 /System/Library/CoreServices/backupd[203]: Backup completed successfully.

Vielleicht lohnt es sich also bei Problemen mit Time Machine grundsätzlich, erst einmal die Spotlight-Datenbank neu anzulegen, da beide Funktionen sehr eng zusammenarbeiten.

Sylvain Coiplet

Mittwoch, 11. Mai 2011

Epson Perfection 4990 unter Snow Leopard

Von Epson hat es wohl im April 2010 einen Versuch gegeben, für den Scanner Epson Perfection 4990 neue Treiber herauszubringen, die mit dem neueren Mac-Betriebssystem Snow Leopard kompatibel sind. Bezeichnenderweise wird auf der Download-Seite von Epson Perfection 4990 aber nur das Datum angegeben. Nirgendwo findet man irgendwelche Angabe über die Systemvoraussetzungen. Im April 2010 gab es aber Snow Leopard schon mehrere Monate, was die Vermutung nahe legt, daß diese Treiber damit kompatibel sind. Dies scheint sich auch durch die Auflistung auf der Extra-Seite von Epson zu Snow Leopard  zu bestätigen.

Aber weit gefehlt, der Epson Perfection 4990 läßt sich nach der Installation von Epson Scan 3.071 - egal über welche Schnittstelle - einfach nicht finden:



Getestet wurde der Treiber auf zwei verschiedenen Macs mit verschiedenen Versionen von Snow Leopard. Auch nach einer Deinstallation und Neuinstallation war nichts zu machen.

Durch einen Test mit einem Mac, auf dem noch Leopard läuft, wurde geprüft, daß der Epson Perfection 4990 sonst einwandfrei funktioniert. Auch unter Snow Leopard läßt sich der Scanner über die Software VueScan ansprechen. Epson sollte also seine Treiber nachbessern. Sonst setzt er sich dem Verdacht aus, den Kunden zum Kauf eines neuen Scanners zwingen zu wollen.

Sylvain Coiplet

Sonntag, 12. Dezember 2010

NEF-Dateien der Nikon D3s mit Photoshop CS3 öffnen

Von Adobe selber gibt es die Unterstützung für NEF-Dateien der Nikon D3s erst bei Photoshop CS5:

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=11075

Technisch wäre es natürlich für Adobe überhaupt kein Problem, auch bei älteren Programmversionen die Unterstützung für neue Kameras anzubieten. Man braucht nur, wie bei Apple, die Kamera-Unterstützung von den Programmen abzukoppeln und extra anzubieten. Adobe nutzt lieber die Gelegenheit, um Anwender mehr oder weniger dazu zu zwingen, neue Programmversionen zu kaufen. Frei nach dem Motto : Wer sich eine neue Kamera kauft, kann sich auch das neueste Adobe Update leisten.

Will man bei Photoshop CS3 bleiben und trotzdem NEF-Dateien der Nikon D3s öffnen können, bietet Adobe zur Zeit nur den Umweg über den DNG-Converter.

http://www.adobe.com/support/downloads/detail.jsp?ftpID=4923

Nur tappt man da leicht wieder in die nächste Falle. Die Standard-Voreinstellungen des DNG-Converters sind mit Photoshop CS3 nicht kompatibel. Vorausgesetzt wird mindestens Photoshop CS4.


Die Voreinstellungen müssen also verändert werden. Man kann gleichzeitig, der notwendige Festplattenplatz vorausgesetzt, einstellen, dass die ursprüngliche NEF-Datei erhalten bleibt, um später wieder darauf zurückgreifen zu können.


Diese Lösung hat natürlich den Nachteil, dass die Bilder nicht gleich angeschaut werden können, sondern immer zuerst konvertiert werden können. Und Adobe spekuliert natürlich damit, dass man auf Dauer doch lieber Photoshop CS5 sich anschafft.

Noch sinnvoller wäre es natürlich, wenn Nikon gleich von vornherein mit dem DNG-Format arbeiten würde, oder wenigstens die Einbettung der NEF-Datei in eine DNG-Datei als Voreinstellung anbieten würde. Soviel Kompatibilität scheint aber unerwünscht zu sein.

Sylvain Coiplet