Mittwoch, 27. November 2013

Marc Desaules und das bedingungslose Grundeinkommen

Marc Desaules hat in einem lesenswerten Aufsatz darauf hingewiesen, daß die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen von der Frage ablenkt, wie wir zu richtigen Preisen kommen könnten. Nämlich zu Preisen, von denen alle wirklich leben könnten. Marc Desaules geht aber in seinem Aufsatz zusätzlich auf die Frage einer gerechten Verteilung der Arbeit ein. Will man auf das Problematische am bedingungslosen Grundeinkommen hinweisen, kommt man in der Tat nicht umhin, die beiden Themen zu verbinden.

Stattdessen versucht Benediktus Hardorp in einer Replik auf Marc Desaules zu argumentieren, daß sich ein bedingungsloses Grundeinkommen mit dem Streben nach richtigen Preisen verträgt. Man brauche beides nicht gegeneinander auszuspielen. Viel sinnvoller sei es, nach dem Verbindenden zu suchen.

Nach diesem Verbindenden sucht man in dem Aufsatz von Benediktus Hardorp allerdings vergeblich. Um wirklich zu verstehen, was er sagen will, muß man schon auf seinen längeren Aufsatz von 1984 zur Arbeitslosigkeit zurückgreifen. Dort ist noch kein Wort von einem bedingungslosen Grundeinkommen. Dafür wird die Frage der richtigen Preise ausführlich behandelt. Aber die Frage einer gerechten Verteilung der Arbeit wird schon damals völlig ausgeblendet. Und gerade deswegen, weil Benediktus Hardorp immer versucht hat, das Problem der Einkommensverteilung für sich allein zu lösen, ist er später auf die illusorische Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens hereingefallen.

Marc Desaules
Der richtige Preis anstelle des bedingungslosen Grundeinkommens (7/2013)

Benediktus Hardorp
Grundeinkommen und richtiger Preis (10/2013)
Trennung von Arbeit und Einkommen? (1984)

Sylvain Coiplet

1 Kommentar:

François Germani hat gesagt…

Hier après-midi, en arrachant des racines d'endive m'est venu l'idée d'un petit texte pour la veillée de Nöel des collaborateurs de l'Institut. Il est toujours intéressant d'observer comment une idée nouvelle pour elle, fait son chemin dans l'âme.
Et, en partie, cette idée, je la dois à Paul Mackay, à Marc Desaules, à Benedicktus Hardorp et surtout au fait de m'être intéressé à ce que dit R. Steiner sur la "Grundrente" au cours de son oeuvre. Ce travail n'est pas fini, mais justement, c'est amusant comment avec Steiner, peuvent tomber les œillères qui sont notre lot courant à tous : pour lui, le droit que nous recevons tous en partage par la naissance (et devrions laisser par la mort si je suis vraiment), c'en est bien un sur les moyens de production. Rien à voir des épousailles malsaines facultés/capital par l'argent. Pas étonnant non plus que le débat reste sur le prix, le travail, le revenu.