Samstag, 4. Mai 2013

Le perdurance du droit romain

Le droit romain était dans son temps le résultat de la confrontation entre hommes. Si on prend les résultats d’alors au lieu du procédé, le droit n’en est plus un. Il ne correspond plus aux sentiments actuels. Le droit romain devient non-droit.

Du coup il doit s’imposer par une autorité supérieure. Il se fait scientifique au lieu de démocratique. C’est ce reste de théocratie, d’autorité, qui permet au droit romain de survivre. Survivre à la fin de l’esclavage, à une démocratie généralisée.

C’est cette autorité qui fait accepter l’employeur comme une fatalité. Alors que dans l’économie actuelle il n’est, comme tout le monde, qu’un employé des consommateurs.

Sylvain Coiplet

Mittwoch, 7. November 2012

Die Kunst, die falschen Fragen zu stellen

Götz Werner oder die Kunst, die falschen Fragen zu stellen:

«Was würden Sie machen, wenn Sie nicht mehr Ihr Geld verdienen müßten?»

Hat man diese Frage beantwortet, kann man sich dann nur noch mit Hartz IV zufrieden geben oder von einem echten bedingungslosen Grundeinkommen träumen, um dasjenige machen zu können, was man wirklich machen möchte. Die Frage ist aber eine falsche Frage, oder was oft noch schlimmer ist, sie ist nur die halbe Wahrheit. Eine halbherzige Frage, dem der Mut zum Leben fehlt.

Die eigentliche Frage ist:
«Wie kann ich genug Menschen davon überzeugen, daß ich wirklich meine Aufgabe gefunden habe?»

Sylvain Coiplet

Samstag, 28. Juli 2012

Was ist eine Einrichtung ?


Was ist eine Einrichtung ?
Eine Einrichtung ist eine Richtung unter mehreren.
Genauer gesagt unter drei Richtungen.

Eine Einrichtung ist also kein Organismus, sondern bloß ein Organ. Wer mehr aus einer Einrichtung machen will, arbeitet gegen den eigentlichen sozialen Organismus. Er versucht aus der Einrichtung selber dasjenige zu holen, was sie nur von anderen Einrichtungen erhalten kann. Er redet von Ganzheit und landet beim Totalitarismus.

Sylvain Coiplet

Donnerstag, 5. Juli 2012

Capvis und hessnatur

Jetzt ist es amtlich, Capvis hat hessnatur geschluckt. Wieviel der angebliche Schweizer Finanzinvestor mit Hauptsitz auf Jersey für hessnatur bezahlt hat, bleibt weiterhin geheim. Klar ist nur, dass sie mit hessnatur, beziehungsweise mit den Kunden von hessnatur, wenigstens 2,8 Millionen Euro im Jahr verdienen wollen.

Jetzt können die Konsumenten dafür sorgen, dass die Geldmacher von Capvis mit ihnen nichts verdienen. Auf ihrer Webseite wir-sind-die-konsumenten.de haben schon über 2500 Kunden klar gemacht, dass sie erst wieder bei hessnatur einkaufen, wenn die Firma in die Hände ihrer Belegschaft und Kunden kommt. Und sie machen auch damit Ernst. Nicht von ungefähr soll hessnatur seit der Ankündigung einer Übernahme durch Capvis einen Umsatzeinbruch von über 13% verzeichnen.

Die Konsumenten haben sich zum Ziel gemacht, 10.000 Kunden von hessnatur zu erreichen. Und alles deutet darauf hin, dass es für Capvis nach der Sommerpause sehr eng wird. Wenn sie nicht 2,8 Millionen Euro Verlust im Jahr machen wollen, werden sie hessnatur noch schneller herausspucken müssen, als sie es ohnehin vorhaben. Allerdings nicht gewinnbringend, sondern zu dem Preis, den hessnatur dann auf dem Markt haben wird, nämlich keinen.

Vielleicht verstehen dann nicht nur die Leute von Capvis, dass Unternehmen in der Zukunft keine Waren mehr sein können. Und dass, wer das nicht versteht, wohl selber keine Zukunft hat.

Sylvain Coiplet

Un matin à Moabit

Ce matin, en revenant de Moabit, je me suis arrêté dans un café pour déjeuner.
A un bulgare qui était visiblement souvent là, la patrone a annoncé qu'elle fermait demain pour le reste du mois. Elle se réjouissait de revoir son père et sa mère.
Puis est venu un autre client avec lequel elle a échangé quelques mots en turc. Ce n'est pas ça qui m'a étonné, mais qu'elle vienne ensuite s'en excuser auprès de moi! Pour la rassurer, je lui ai dit que moi non plus, je n'étais pas allemand.
Dommage qu'il y ait eu besoin de ça pour la rassurer ...

Sylvain Coiplet

Donnerstag, 1. März 2012

Die königliche Kunst wird eine soziale Kunst sein


"Die königliche Kunst wird in der Zukunft eine soziale Kunst sein." 
Rudolf Steiner, 1906

Das wird Joseph Beuys nicht gefallen, aber hier - wie oft bei Rudolf Steiner vor der Novemberrevolution 1918 - steht "sozial" schon wieder für "wirtschaftlich". Daraus folgt natürlich nicht, daß soziale Dreigliederer sich nur um das Wirtschaftsleben kümmern sollen. Aber bei der Fähigkeit, das Lebendige zu gestalten, handelt es sich wohl um die Imagination. Und die Imagination ist es, die gebraucht wird, um das Wirtschaftsleben zu gestalten. Es soll genauso wenig gewartet werden, sich an das Wirtschaftsleben zu machen, wie die Direktdemokraten gewartet haben, sich an das Rechtsleben zu machen.

Das war jetzt an Joseph Beuys gerichtet.

Die meisten anderen Anthroposophen muß man sowohl an das Wirtschaftsleben wie an das Rechtsleben erinnern. Wohl fühlen sie sich nämlich nur im Geistesleben. Und gerade darin zeigen sie, daß sie nicht einmal dieses Geistesleben haben.

Sylvain Coiplet

N'en déplaise à Beuys, le social dont parle ici Steiner, c'est d'abord l'économique ...

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Wie kann der Mensch sich selber regieren?

Jede Regierung muss daran scheitern, dass sie sich für die Regierung hält, weil dann regiert früher oder später das Geld.

Wie kann sich der Mensch selber regieren ?

Es würde schon helfen, wenn er sich für einen Menschen halten würde. Aber noch besser wäre, wenn er sich einmal durchschauen würde. Sonst machen das andere, die ihn dann umso leichter regieren können.

Mensch, es sind drei Menschen in dir !
Mach was aus ihnen !

Sylvain Coiplet

Montag, 28. November 2011

Roland Benedikter und seine neuen Medien

Schon wieder ein Artikel von Roland Benedikter, das zeigt, dass er - trotz seiner Professur - die Grundbegriffe der sozialen Dreigliederung immer noch nicht verstanden hat. Wie sonst könnte er behaupten, dass die soziale Dreigliederung heute zu einer Sechsgliederung erweitert werden muss ? Wer nicht weiss, wie Religion, Technologie und Demographie in die soziale Dreigliederung einzuordnen sind, der weiss auch nicht, was Rudolf Steiner unter Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben verstanden hat.

So heisst es bei Roland Benedikter im besten Soziologendeutsch:

"Eine zentrale, für die Zukunft offener Gesellschaften voraussichtlich mit ausschlaggebende Frage lautet: Bewirken diese neuen Medien. Dass sich gesellschaftliche Geltungsgrenzen (Jürgen Habermas, Karl-Otto Apel) zwischen den (in Bezug auf Rudolf Steiners "Dreigliederung" für die Gegenwart offener, demokratischer Gesellschaften notwendigerweise auf eine "Sechsgliederung" hin erweiterten) grundlegenden Systemlogiken und Diskurstypologien: 1) Wirtschaft, 2) Politik, 3) Kultur, 4) Religion, 5) Technologie und 6) Demographie wechselseitig autonomisieren und in Richtung auf eine größere Variabilität, Mehrdimensionalität und Pluralismus befreien, wie es offene, demokratisch ausdifferenzierte Gesellschaften der Moderne verlangen? Oder wirken sie im Gegenteil eher "unitarisierend", homogenisierend und nivellierend zwischen diesen Sphären und Diskursformationen?"

Bei aller Freude, dass Rudolf Steiner neben Jürgen Habermas & Co in die Diskussion kommt: Die Sechsgliederung von Roland Benedikter ist keine Erweiterung der sozialen Dreigliederung, sondern eine Todgeburt. Mit so einem akademischen Konstrukt lässt sich trefflich über die neuen Medien philosophieren. Wenn es aber darum geht, die Gesellschaft für den heutigen Menschen gestaltbar zu machen, muss sie versagen.

Um nur ein Beispiel zu nehmen. Was verstehen Soziologen unter Kultur ?

Johannes Heinrichs und Michael Opielka verstehen unter Kultur dasjenige, was tradierbar ist, was zur Tradition werden kann. Roland Benedikter ist da skeptisch, bleibt aber selber bei der Frage stecken, ob die neuen Medien von sich aus zum passiven Konsum oder zum aktiven Gebrauch von Kultur führen.

Rudolf Steiner spricht gerne über alte Kulturen, wenn er aber über dasjenige spricht, was heute nötig ist, dann spricht er mit Absicht nicht von Kultur, sondern von Geistesleben. Damit meint er die innere Aktivität, die individuelle Freiheit. In dieser Hinsicht braucht man nicht zwischen Kultur und Religion zu unterscheiden, wie es Roland Benedikter tut. Rudolf Steiner beschränkt sich eben auf das Wesentliche. Dadurch ist es ihm auch möglich, konkrete Anregungen zu geben, wie die Gesellschaft für die individuelle Freiheit durchlässig gemacht werden kann.

Diese Anregungen zum praktischen Gebrauch der individuellen Freiheit sind es, die bei Roland Benedikter fehlen. Er ist selber so gelähmt durch seine vielen unbrauchbaren Begriffe, dass er nicht aus der Beobachterrolle herauskommt. Er hat Angst vor den letzten Wahrheiten, schafft es aber nicht einmal zu den ersten Wahrheiten.

Vielleicht wird es erst etwas, wenn Roland Benedikter in Rente geht und nicht mehr beweisen muss, dass er das Zeug zum Professoren hat. Vielleicht findet er dann die Zeit, sich in die Grundlagen der sozialen Dreigliederung einzuarbeiten und anschliessend am Beispiel der neuen Medien zu zeigen, was noch zu tun ist, damit der Mensch sich zum Akteur machen kann.

Roland Benedikter - Neue Medien?
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35925/1.html


Dienstag, 22. November 2011

Tournaï - 7 millions d'années et déjà debout ?

La bipédie, que l’on tient habituellement pour un caractère dérivé propre à la lignée humaine, peut aussi bien être un caractère ancestral. (Pascal Picq, 2003, cité d'après Wikipédia)
Ce qui est contradictoire pour nos préjugés scientifiques, c’est de voir que Tournaï est un bipède mais qu’avec ses 7 millions d’années, il date d’avant la divergence entre homme et chimpanzé.

Où est la contradiction ? Pourquoi l’ancêtre de l’homme ne serait-il pas bipède? Parce qu’alors il serait déjà un homme ? L’homme serait son propre ancêtre ?

Il suffit d’un peu de bon sens pour admettre que c’est le cas. Il est beaucoup plus facile de s’imaginer une espèce bipède qui ne tienne plus debout et tombe sur ses quatre pattes, qu’une espèce quadrupède qui se redresserait petit à petit. Mais cette évidence est inconfortable.

Croire que l’homme descende du singe, c’était une bonne excuse pour se conduire comme un animal. Et l’homme ne s’en est pas privé. Mais les faits ont prouvé que ce n’était pas le cas. Et maintenant, les faits montrent que c’était même le contraire, que c’est le singe qui descend de l’homme. Mais la plupart de nos scientifiques cherchent désespérément un échappatoire.

Pouvoir s’imaginer que le singe descende de l’homme, c’est en effet voir le danger que ce ne soit pas la dernière fois. Qui sait si ces scientifiques qui préfèrent prendre Tournaï pour un singe ne sont pas eux-mêmes en train de descendre de l’homme. Et dans des millions d’années il sera peut-être difficile de s’imaginer que leurs ancêtres étaient des bipèdes.

Sylvain Coiplet

Montag, 31. Oktober 2011

Seiner Zeit höchstens 5 Jahre voraus sein


Wer das Geistesleben wachrütteln will, der darf ruhig seiner Zeit 500 Jahre voraus sein. Nur kann es sein, dass er einen guten Übersetzer braucht.

Wer auf das Wirtschaftsleben wirken will, tut dagegen besser, seiner Zeit höchstens 5 Jahre voraus zu sein. Da lässt sich besser in die Breite gehen.

Sylvain Coiplet